System- bzw. Familienaufstellungen

sind zeitgemäße und wirksame Methoden, um tiefe Einsichten in unsere Beziehungen in Familie, Partnerschaft, Beruf und Gesundheit zu gewinnen. 
Dynamiken, die im Hintergrund einer Beziehungsstörung wirksam sind, können mit diesen Methoden phänomenologisch ans Licht gebracht werden und führen oft zu überraschenden Lösungen, die man sich nicht ausdenken kann, die aber wahrgenommen werden können. 
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass in einer Gruppenarbeit die Wahrnehmung von Bewegungen der Seele sehr authentisch geschieht und zu guten Lösungen führt, aber die Arbeit kann ebenso gut als Einzelarbeit durchgeführt werden. 
Voraussetzung ist immer die Bereitschaft, die Wirklichkeit, so wie sie ist, anzuerkennen und als Stellvertreter den Lösungsimpulsen zu folgen. 

Der Prozess umfasst typischerweise folgende Schritte:

  1. Vorbereitung: Jeder Teilnehmer wird sich seines Anliegens bewusst, in der er oder sie keine Lösung sieht. Die Not ist oft mit einem verborgenen Trauma im Familiensystem verbunden. Daher ist es wichtig, folgender Frage nachzugehen: Was ist passiert im Familiensystem? Äußere, für die Existenz bedeutsame Ereignisse wie früher Tod einer der Eltern oder eines nahen Familienmitglieds, frühere Partner (auch der Eltern), Verlust der Heimat u.a.
  2. Aufstellung: Aus dem Kreis der Teilnehmer werden ein oder mehrere Stellvertreter ausgewählt, die sich im Raum in Beziehung zueinander aufstellen. 
  3. Interaktion und Beobachtung: Die Erfahrung ist, dass durch die Wahrnehmungen und Bewegungen der Stellvertreter verborgene Muster und emotionale Bindungen sichtbar werden. Dies ermöglicht den Teilnehmern, neue Perspektiven zu entwickeln und Heilung zu fördern. 
  4. Abschluss und Integration: Am Ende der Aufstellung wird der Prozess reflektiert und besprochen. Die gewonnenen Erkenntnisse können in den Alltag integriert werden, um positive Veränderungen und die Wiederherstellung harmonischer Beziehungen zu unterstützen.